Kategorie: Denkweisen & innere Haltung

Beiträge, die dir helfen, deine Denkweise zu schärfen, Klarheit über deine Gedanken zu gewinnen und eine positive innere Haltung zu entwickeln – die Grundlage für echte persönliche Entwicklung.

  • Mein Vision Board: Wie aus einer kleinen Übung plötzlich Motivation wurde

    Mein Vision Board: Wie aus einer kleinen Übung plötzlich Motivation wurde

    3–5 Minuten

    Vor ein paar Monaten habe ich auf die letzten Jahre zurückgeschaut. Und obwohl natürlich einiges passiert ist, hatte ich trotzdem dieses Gefühl: Ganze Sommer sind irgendwie vorbeigegangen, ohne dass ich so richtig sagen konnte, was eigentlich in dieser Zeit passiert ist. Es fühlte sich im Rückblick fast immer gleich an. Arbeit, Alltag, Wochenende und zack, war das Jahr auch schon wieder vorbei.

    Es war kein schlechtes Gefühl per se. Aber bei längerem Nachdenken hat es mich schon irgendwie gestört. Läuft ab sofort jedes Jahr so ab, nur immer schneller und schneller? War das jetzt alles einfach nur Alltag?

    Ich hatte das Gefühl, ein bisschen in einen Trott geraten zu sein und das fühlte sich ein wenig so an, die Kontrolle über mein Leben abgegeben zu haben.

    Ich wollte wieder mehr bewusst gestalten, statt einfach nur durch die Wochen zu gehen. Der Impuls dafür kam überraschend – aus einer Podcastfolge über Vision Boards.


    Der Impuls: Wann blühe ich auf? Was gibt mir Energie?

    Irgendwann habe ich in einem Podcast wieder einmal vom Thema Vision Board gehört. Das Konzept war mir nicht neu – ich hatte schon öfter davon gehört. Aber wie das mit vielen Dingen so ist: Man findet die Idee gut, macht aber selbst nichts damit.

    Kurz danach habe ich gemeinsam mit einer Freundin einen kleinen Workshop organisiert. In diesem Workshop ging es im Kern um eine einfache Frage:

    Wann blühe ich auf? Was gibt mir Energie?

    Mein Part im Workshop war ein kreativer Teil. Ich habe verschiedene Zeitschriften mitgebracht und die Teilnehmenden konnten Bilder ausschneiden, aufkleben, malen oder schreiben – alles, was ausdrückt, was sie erfüllt, ihnen wichtig ist oder Energie gibt.

    Eine Rückmeldung ist mir besonders im Kopf geblieben. Eine Teilnehmerin sagte danach, dass sie durch diese Übung plötzlich gemerkt hat, was ihr eigentlich wirklich wichtig ist. Sie ging gerade durch eine schwierige Phase und habe schon lange kein Glück mehr gespürt. Deswegen sei sie zu dem Workshop gekommen. Durch diese einfache Übung habe sie eigentlich wieder gemerkt, dass sie das Gärtnern total vermisst. Und dass sie eine riesige Motivation verspürt, jetzt etwas zu verändern und mehr von diesen Dingen in ihr Leben zu holen.

    Das hat mich wirklich total berührt. Und gleichzeitig habe ich mich gefragt: Warum mache ich das eigentlich nicht selbst auch?


    Einfache Anleitung für ein Vision Board

    Also habe ich mich auf die Suche gemacht, wie ich mein eigenes Vision Board gestalten könnte.

    Als ersten Schritt habe ich mir ein paar Kategorien überlegt, die für mein Leben wichtig sind.

    Kategorien:

    • Kreativität
    • Geld & Finanzen
    • Berufliche Erfüllung
    • Familie & Freundschaft
    • Gesundheit & Fitness
    • Spritualität
    • Partnerschaft & Liebe
    • Wohnen & Wohnort
    • Abenteuer & Freizeit
    • Engagement & Sinn

    Dann habe ich mir eine gar nicht so einfache Frage gestellt:

    Wie soll mein Leben in 10 Jahren aussehen?

    Zehn Jahre sind natürlich eine lange Zeit. Und ehrlich gesagt war es gar nicht so leicht, sich das konkret vorzustellen. Aber die Kategorien haben mir geholfen, meine Gedanken ein bisschen zu sortieren. Man kann den Zeitraum natürlich unterschiedlich lang gestalten, zum Beispiel für das nächste Jahr.


    Das Vision Board gestalten – physisch oder digital?

    Ich habe mein Vision Board schließlich digital erstellt. Ich persönlich bin ein sehr visueller Mensch, deswegen hat mir dieser Prozess richtig Spaß gemacht. Es gibt aber auch einige tolle Plattformen, bei denen man sich aus vielen schönen (und vor allem kostenlose) Vorlagen etwas aussuchen und für sich anpassen kann.

    Ich habe für jede Kategorie nach Bildern gesucht, die zu meinem Input passten und etwas in mir auslösen. Bilder, bei denen ich sofort merke: Das fühlt sich nach mir an – da freu ich mich drauf!

    Stück für Stück hat sich daraus mein Vision Board zusammengesetzt.

    Am Ende habe ich es ausgedruckt – ganz unkompliziert in einem Drogeriemarkt – und jetzt hängt es bei mir zu Hause im Schlafzimmer. Damit ich es jeden Tag dort sehe!


    Was sich dadurch verändert hat

    Natürlich verändert ein Vision Board nicht über Nacht das ganze Leben. Aber es hat mir etwas anderes gegeben: eine Richtung.

    Wenn ich heute darauf schaue, erinnert es mich daran, was mir wichtig ist. Es motiviert mich, Dinge auszuprobieren, die ich vielleicht sonst wieder aufgeschoben hätte. Und seitdem das Vision Board da hängt sind schon so viele coole Dinge passiert!

    Zehn Jahre sind natürlich eine lange Zeit und vieles wird sich sicher anders entwickeln als gedacht.

    Aber genau darum geht es eigentlich gar nicht.

    Für mich war das Vision Board vor allem eine Möglichkeit, mir wieder bewusst zu machen:

    • Was mir gut tut
    • Was mir Spaß macht
    • Und welche Richtung ich meinem Leben geben möchte

    Und allein dieses Bewusstsein fühlt sich schon richtig gut an. Es fühlt sich so an, als könne ich endlich wieder aktiv mein Leben mitgestalten. Das ist eine gute Erinnerung, denn das vergisst man im Wust des Lebens manchmal 🙂

  • Der seltsamste Kurs meines Studiums – und warum er mich bis heute prägt

    Der seltsamste Kurs meines Studiums – und warum er mich bis heute prägt

    3–5 Minuten

    Wenn mir jemand damals gesagt hätte, dass einer der wichtigsten Kurse meines Studiums „Project YOU“ heißen würde, hätte ich vermutlich gelacht.

    Tja, little did I know..

    Ich habe in den Niederlanden International Business studiert. Klingt erstmal total cool. Ich habe es immer liebevoll „BWL auf Englisch“ genannt. Vielleicht etwas unspektakulär und wahrscheinlich ein bisschen lahm für viele. „Wer nicht weiß, was er oder sie mit dem Leben anfangen soll, fängt erstmal ein BWL Studium an.“ Wer kennt diesen Spruch nicht. Ich selber habe ich ihn immer etwas belächelt. Ich fand die Vorstellung ziemlich spannend, Wirtschaft zu studieren. Zahlen. Strategien. Internationale Märkte. Keiner hätte sich wohl vorstellen können, dass BWL irgendetwas mit Gefühlen, Reflexionen und ein tägliches Journalbuch zutun haben könnte.

    Die Kursnamen an meiner holländischen Uni waren aber alles andere als ‚klassisch‘. Natürlich hatten wir auch Finance und Marketing. Aber eben auch den Kurs „Project YOU“.

    Als Teil dieses Kurses sollten wir regelmäßig über uns selbst reflektieren. Schriftlich. Und wir wurden dafür benotet. Ehrlich gesagt dachte ich damals, dass das ein bisschen absurd sei. Wofür braucht man sowas bitte? Es geht doch hier um hier um Business.

    Was damals völlig absurd wirkte, empfinde ich heute als eines der wertvollsten Geschenke meines Studiums.


    Ein Buch, das alles ins Rollen brachte

    Zu Beginn des Kurses sollten wir das Buch
    „The 7 Habits of Highly Effective People“ von Stephen R. Covey lesen.

    Ein Buch lesen – soweit, so normal.
    Was danach kam, erschien uns allerdings ziemlich bescheuert.

    Wir sollten nicht nur die sieben „Habits“ verstehen, sondern sie auf unser eigenes Leben beziehen und darüber einen Essay schreiben. Zusätzlich mussten wir ein tägliches Reflexionsjournal führen. Mindestens 15 Minuten am Tag.

    „Jeden Tag reflektieren? Ernsthaft? Worüber denn bitte? Es passiert doch nicht täglich etwas Spektakuläres.“

    Das waren nicht nur meine Gedanken.
    Meine komplette Klasse war sich einig: Das kann doch nicht ernst gemeint sein.


    Was ist in deinem ‚Circle of Influence‘?

    Heute sehe ich das anders. Diese Übung war unglaublich kraftvoll. Und sie beeinflusst mich bis heute.

    Covey beschreibt in seinem Buch sieben Gewohnheiten für „highly effective people“. Ich würde es wahrscheinlich eher „highly reflective people“ nennen.

    Ich werde hier nicht jede Gewohnheit einzeln erklären – dafür gibt es genügend Zusammenfassungen online. Aber ein Prinzip ist mir besonders hängen geblieben: der Circle of Influence.

    Der Circle of Influence beschreibt den Bereich, in dem wir tatsächlich handlungsfähig sind. Den Teil unseres Lebens, auf den wir aktiv Einfluss nehmen können.

    Dem gegenüber steht der Circle of Concern – also alles, worüber wir uns sorgen, das wir aber nicht kontrollieren können.

    Wenn wir unseren Fokus ständig auf Probleme, auf andere Menschen oder auf äußere Umstände richten, schrumpft unser Einflussbereich.
    Wir geben Verantwortung ab. Wir reagieren nur noch – statt zu agieren.

    In schwierigen Situationen frage ich mich deshalb heute bewusst:

    • Was liegt gerade in meiner Macht?
    • Welche Möglichkeiten ergeben sich trotz der Umstände?
    • Und was gehört nicht in meinen Einflussbereich – und darf losgelassen werden?

    Diese Fragen verändern Perspektiven und oft auch meine Entscheidungen.


    Wie ich heute zu Journaling stehe

    Am Anfang war das Journal mühsam.
    Ich wusste oft nicht, worüber ich schreiben sollte und mir kam mein Alltag zu unspektakulär vor.

    Aber genau da lag der Denkfehler.

    Reflexion braucht keine großen Ereignisse, sondern eigentlich nur ein bisschen Aufmerksamkeit und regelmäßige Übung.

    Was sich damals wie eine unnütze Aktivität anfühlte, war in Wahrheit Training. Reflektieren ist wie ein Muskel. Am Anfang fühlt es sich ungewohnt an. Vielleicht sogar anstrengend. Aber je öfter man ihn benutzt, desto stärker wird die Fähigkeit. Es ist ein Training darin, Verantwortung zu übernehmen, den eigenen Handlungsspielraum zu erkennen und nicht nur zu reagieren, sondern bewusst zu entscheiden.

    Heute weiß ich: Es geht nicht darum, etwas Außergewöhnliches zu erleben und darüber zu reflektieren. Sondern darum, Gewöhnliches bewusst zu betrachten. Journaling ist zu meiner Routine geworden und ich merke, wie es mir hilft, meine Gedanken und Gefühle klarer zu verstehen und zu verarbeiten.

    Und genau das ist für mich heute Journaling:
    kein Trend, sondern ein Werkzeug, um klarer zu sehen.


    Fragen für deine nächste Herausforderung

    Falls du das nächste Mal in einer schwierigen Situation bist, kannst du dir gerne mal über folgende Fragen deine ganz persönlichen Gedanken machen:

    • Was liegt gerade in meinem Handlungsspielraum?
    • Und wie kann ich ihn erweitern?
    • Und wo darf ich aufhören, Energie zu verschwenden, weil ich es ohnehin nicht ändern kann?

    Vielleicht beginnt Veränderung nicht mit einer perfekten Lösung, sondern mit einer ehrlichen Reflexion.

    Wie begegnest du dem Thema Reflexion in deinem Leben?

  • Warum persönliche Entwicklung keine Abkürzung kennt

    Warum persönliche Entwicklung keine Abkürzung kennt

    Persönliche Entwicklung klingt oft nach Fortschritt. Nach Klarheit, nach Ankommen, nach dem Gefühl endlich „weiter“ zu sein.
    In der Realität fühlt sie sich allerdings selten so aufgeräumt an.

    Meistens ist sie langsamer, ist manchmal auch irgendwie etwas unbequem und fühlt sich so gar nicht nach Fortschritt an. Mindestens aber deutlich weniger linear, als viele Bücher, Podcasts oder Routinen es versprechen. Ich kenne es von mir selber: ich bin so motiviert, eine neue Gewohnheit aufzubauen. Kaufe mir eine Yogamatte weil ich jetzt endlich so richtig als Yogi durchstarten möchte. Melde mich beim Spinning an weil ich meine Kondition verbessern möchte. Und dann kommt der Alltag. Die Motivation sinkt schleichend und die Angst davor, die Gewohnheit wieder aufzugeben, wird immer größer. Und dann passiert es doch, kurz bevor man aufgeben möchte: Das beruhigende Gefühl, es jetzt endlich verstanden zu haben. Es stellt sich oft genau dann ein, wenn man kurz davor ist, wieder am Anfang zu stehen. Aber bin ich damit jetzt angekommen?

    Vielleicht liegt genau da das Missverständnis: dass persönliche Entwicklung wie ein Weg und einem Ziel gedacht wird. Bei dem es doch bestimmt auch diesen einen wundersamen Tipp gibt, diese eine Abkürzung. Als etwas, das man optimieren, beschleunigen oder möglichst richtig machen kann. Dabei ist sie eher ein laaaanger Weg, oder ein Prozess, der Zeit braucht. Und Geduld. Vor allem mit sich selbst. Mit dem eigenen Tempo und mit der Realisierung, dass man AUF JEDEN FALL dabei ins Stolpern gerät. Immer und immer wieder. Und das es dazu gehört. Manchmal durch einen selbst, manchmal weil das Leben einem ein „Beinchen stellt“. Aber die Realität ist nun mal, dass man es nicht umgehen kann, dass es passiert. Und dann steht man wieder auf.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass man aus jedem Stolpern etwas für sich mitnehmen kann. Dieser Text ist kein Versuch, eine neue Methode darzustellen. Sondern eher eine Einladung, Entwicklung mal anders zu betrachten: nicht als Ziel, das man zwanghaft versucht zu erreichen, sondern als kontinuierliche Bewegung. Ohne Abkürzungen. Und mit der stillen Hoffnung, dass man sich immer wieder daran erinnert, über das Stolpern hinwegzulächeln. Folgenden Satz habe ich von einem ganz besonderen Menschen immer und immer wieder gehört: wenn wir unseren Humor verlieren, sind WIR verloren. Und daran möchte ich mich selber und euch immer wieder erinnern – nicht zu verkrampfen. Die 5 auch mal gerade sein zu lassen. 🙂

    Was dabei oft unsichtbar bleibt

    Was man an persönlicher Entwicklung meistens nicht sieht, sind die Momente dazwischen. Nicht der Vorsatz, nicht das Ziel. Sondern dieser innere Schweinehund, der einen so sehr davon überzeugen will, sich jetzt vor den Fernseher zu setzen anstatt zum Yoga zu gehen. Ich nenne ihn liebevoll „Sir Schweini von Später“.

    KI-generiertes Bild

    Oder die Tage, an denen man sich vornimmt, auf jeden Fall abends früher ins Bett zu gehen um mehr Schlaf zu bekommen. Nur um abends dann mit ‚Sir Schweini von Später‘ zu kämpfen, ob man sich nach dem langen und stressigen Arbeitstag nicht doch lieber von einer Serie beschallen lassen sollte. Oder die Phasen, in denen man achtsamer mit sich sein möchte, aber weder fünf Minuten für eine Meditation findet, noch die Energie für einen achtsamen Moment aufbringt. Die guten Absichten sind da. Der Alltag leider auch. Man weiß theoretisch, was man tun müsste. Aber, man oh man, es kann so schwierig sein am Ball zu bleiben. Oder überhaupt zu starten.

    Diese Momente fühlen sich dann gar nicht so nach Entwicklung an. Eher nach Scheitern. Nach Stillstand.

    Dabei sind es genau diese Situationen, in denen persönliche Entwicklung tatsächlich stattfindet. In denen man herausgefordert wird und die Wahl hat, zwischen Stillstand oder Entwicklung. In denen man sich den inneren Kämpfen mit ‚Sir Schweini von Später‘ aussetzt. Nur eben nicht sichtbar, nicht vorzeigbar und schon gar nicht Social-Media-tauglich.

    Neujahrsvorsätze und die Realität

    New year, new me! Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Mehr Bewegung. Mehr Achtsamkeit. Weniger Stress. Mehr Zeit für sich oder seine Liebsten. Weniger Alkohol oder weniger Social Media.
    Und jedes Jahr gegen Ende Januar schmeißen die meisten Menschen ihre Vorsätze schon wieder über Bord. Das zeigt, wie schwer es ist, diese Vorsätze dauerhaft in sein Leben zu integrieren. Nicht, weil die Menschen faul sind oder es ihnen an Disziplin fehlt. Sondern weil eine dauerhafte Veränderung im Alltag viel schwieriger zu integrieren ist, als eine gute Absicht.

    Zwischen dem Wunsch nach Veränderung und der tatsächlichen Umsetzung liegt oft fehlende Zeit, der oben genannte ‚Sir Schweini‘ oder tausend andere gute Gründe und Prioritäten.
    ABER: Das Scheitern an Vorsätzen ist deshalb kein persönliches Versagen. Es ist nur ein Hinweis darauf, dass Entwicklung nicht nur durch einen einzigen Entschluss entsteht. Es ist eben ein Weg, auf den man sich begeben kann. Und das am besten mit Menschen um einen herum, die dir aufhelfen, wenn du mal stolperst.

    Warum kleine Veränderungen so schwer sind

    Es ist ja nicht so, als wüssten die meisten Menschen nicht selber, dass es ihnen gut tun würde, sich mit gewissen Themen auseinanderzusetzen. Zu reflektieren, Dinge aufzuschreiben. Bewusster mit sich selbst umzugehen und sich manchmal die unangenehmen Fragen zu stellen. Und dann ins Handeln zu kommen.

    Und trotzdem ist es so unglaublich herausfordernd. Wo fängt man an? Es braucht doch immerhin große Veränderungen? Oder?

    Kleine Veränderungen klingen harmlos. Sind es aber nicht. Sie greifen in bestehende Gewohnheiten ein, stellen Routinen infrage und bringen Unruhe in etwas, das sich zumindest vertraut anfühlt. Man geht außerhalb seiner Komfortzone die, naja, eben komfortabel ist.

    Warum es kein Ziel gibt – und keine Abkürzung

    Wenn wir ehrlich sind, gibt es in der persönlichen Entwicklung kein klares Ziel. Es gibt keinen Punkt, an dem alles „bearbeitet“ ist. Persönliche Entwicklung ist kein Projekt mit Enddatum. Es gibt kein Ankommen – sondern eher Phasen, die wir durchleben.

    Eine Abkürzung gibt es dafür nicht. Und vielleicht braucht es sie auch gar nicht.

    Denn das, was wir als unangenehm empfinden – Zweifel, Wiederstände aka ‚Sir Schweini von Später‘, unbequeme Gedanken – ist oft genau das, was uns auf etwas hinweist, das gesehen werden möchte. Nicht als Problem, das schnell gelöst wird, sondern als Hinweis oder Einladung, mal genauer hinzuschauen.

    Persönliche Entwicklung als Achterbahnfahrt

    Sich mit sich selbst auseinanderzusetzen kann total viel Spaß machen. Etwas Neues über sich kennenlernen. Welche Wünsche und Träume habe ich im Leben? Wer möchte ich eigentlich sein? Welche Werte sind mir wichtig? Aber natürlich wäre das Leben nicht das Leben, wenn es nicht auch Talfahrten gibt. Ziemlich anstrengende Talfahrten. Sich mit sich selbst auseinanderzusetzen ist manchmal echt zäh und stellenweise frustrierend.

    Unangenehme Gedanken können ein Zeichen dafür sein, dass etwas nicht ganz stimmig ist. Dass etwas verdrängt wird und vielleicht Raum haben möchte.

    Es ist ein auf und ab, so wie alles im Leben. Manchmal fühlt es sich wie ein Fortschritt an, manchmal eben wie ein Rückschritt.

    Eine Einladung, deine Gedanken in Bewegung zu bringen

    Dieser Blog ist kein Psychologieblog. Und er verspricht auch keine Lösungen oder Heilung.

    Er ist ein Ort, an dem es um Achtsamkeit, Reflexion, Journaling, Gewohnheiten, Dankbarkeit und Selbstachtung geht – nicht als Methoden, die man „richtig“ anwenden muss, sondern als Inspirationen, die im Alltag helfen können. Mal mehr, mal weniger.

    Persönliche Entwicklung verläuft selten geradlinig. Und das ist gut so. Denn das Leben verläuft eben auch nie geradlinig.
    Und manchmal reicht es, genau dort anzufangen, wo man gerade steht. Und geht einfach los.

    Ohne Abkürzungen.
    Mit Geduld.
    Mit der Erlaubnis, unterwegs auch mal zu stolpern. Und dann mit einem Lächeln wieder aufzustehen. Denn ihr wisst ja: wenn wir unseren Humor verlieren, sind WIR verloren. 🙂